Innung der Karosserie- und Fahrzeugbauer in Sachsen
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Historie

Die Innung der Karosserie- und Fahrzeugbauer in Sachsen vereinigt die Regionen Westsachsen, Chemnitz, Dresden und Leipzig. Die Geschichte dieser Innungen lässt sich teilweise bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals entstanden Zünfte der Wagenbauer, Schmiede und Hufschmiede.

Am Ende des 19. Jahrhunderts setzte die Motorisierung ein. Aus Kutschen wurden Motorwagen, aus Motorwagen wurden Autos. Ebenso wie die heutige Generation stellten sich die "Wagenbauer" von damals der neuen Zeit. Schnell lernten sie, die Form des Motorwagens der Funktion des Autos anzupassen, Holzgerippe zu beblechen und stahlbereifte Holzspeichenräder durch andere Materialien zu ersetzen.

Ohne den Ideenreichtum, die Innovationsfreude aber auch ohne die Improvisationskunst der damaligen und heutigen Karosserie- und Fahrzeugbauer wären die Kraftfahrzeuge nicht das, was sie heute sind.

Sächsische Unternehmen spielten in dieser Entwicklung eine bedeutende Rolle. Da bis zum 2. Weltkrieg viele PKW und fast alle LKW nur als Chassis bzw. Fahrgestell industriell gefertigt wurden, entstanden um die namhaften Fabriken in der Region, wie Horch und Auto-Union, viele bekannte Karosseriebauer so z.B. Gerstenberger in Chemnitz, Gläser in Dresden, Zobel in Leipzig und Roßberg in Netschkau. In diesen und vielen anderen Betrieben bekamen die Fahrzeuge ihre individuelle Karosserie bzw. den auf die Transportaufgabe speziell abgestimmten LKW-Aufbau. Der direkte, persönliche Kontakt zum Kunden war und ist dabei Grundvoraussetzung für den unternehmerischen Erfolg unserer Mitgliedsbetriebe.

Selbstverständlich widmeten sich die Firmen, welche Karosserie und Aufbau hergestellt hatten, auch der Reparatur eben dieser.

Besonders der Bereich der Reparaturen wurde nach dem Krieg benötigt. An Neuproduktion war zunächst nicht zu denken. Also besann man sich auf die alten Tugenden, Ideenreichtum und Improvisationskunst, fertigte außerdem aus PKW Lieferwagen, baute Holzvergaser an oder ganze Autos aus Schrottteilen auf.

Historie

Da die Materialknappheit in Sachsen erst mit der DDR endete, waren auch hier wieder die handwerklichen Fähigkeiten der Karosserie- und Fahrzeugbauer sehr gefragt. Schließlich waren und sind sie es, die eine Autokarosserie zu einem 2. oder gar 3. Leben verholfen oder sie nach Unfällen instandgesetzt haben. Dass es damals zu Wartezeiten und Engpässen gekommen ist, lag eher an der Planwirtschaft als an den Fähigkeiten und dem Willen der Unternehmer. Gerade die Fertigkeiten wurden durch Innungen traditionsgemäß gefördert. Auch wenn sie in der Planwirtschaft "Berufsgruppe" hießen, legten diese die Aus- und Weiterbildungsinhalte fest.

Diese Aufgaben obliegen den Innungen auch heute noch. Daneben verstehen sie sich als Interessenvertreter der zumeist klein- und mittelständigen Unternehmen. Die Bandbreite der in der Innung organisierten Betriebe reicht dabei vom klassischen Ein-Mann-Reparaturbetrieb bis zum 200-Mann-Fahrzeugbaubetrieb.

Sie erkennen die Mitgliedsbetriebe an diesen Zeichen:

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